Der Lebenslauf – der Mittelpunkt Ihrer Bewerbungsunterlagen

Am Lebenslauf in tabellarischer Form führt in den Bewerbungsunterlagen kein Weg vorbei. Der Lebenslauf ist der Kern einer Bewerbung. An dieser Stelle listen Sie chronologisch auf, wo Sie zu welchem Zeitraum beruflich tätig waren und welche Expertise Sie dort erworben haben. Als Fach- und Führungskraft ist es zudem wichtig, Wirksamkeit zu zeigen und Erfolge auf den jeweiligen Positionen zu belegen. Wir zeigen Ihnen in diesem Artikel, wie ein tabellarischer Lebenslauf aufgebaut ist und was Sie an welcher Position aufschreiben sollten.

Inhaltsverzeichnis Lebenslauf

Lebenslauf Formatbeispiel

Welche Möglichkeiten der Lebenslaufgestaltung gibt es?

Der Lebenslauf in einer Bewerbung muss nicht zwangsläufig tabellarisch angeordnet sein. Vereinzelt gibt es noch Unternehmen oder Ausbildungsinstitute, die einen ausführlichen Lebenslauf wünschen. Dann würde der Lebenslauf in einem Fließtext erstellt werden. In der Regel bevorzugen Unternehmen allerdings den tabellarischen Lebenslauf. Durch die übersichtliche Gliederung und die Fokussierung auf Stichwörter ist er für außenstehende Personen leicht nachvollziehbar und für das Querlesen von Informationen besonders geeignet.

 

Inhalt & Gliederung eines tabellarischen Lebenslaufs

Der Aufbau bzw. die Gliederung eines tabellarischen Lebenslaufs im deutschsprachigen Raum folgt bestimmten Regeln. Folgende Standards werden in einem tabellarischen Lebenslauf erwartet:

Die Reihenfolge der Angaben im Lebenslauf

  1. Persönliche Daten
  2. Beruflicher Werdegang
  3. Bildungsweg
  4. Weiterbildungen & Seminare
  5. Weitere Kenntnisse und Fähigkeiten
  6. Ehrenamtliches Engagement

Pflichtangaben vs. freiwillige Angaben

Zu den Pflichtangaben, die im tabellarischen Lebenslauf als erster Punkt genannt werden müssen, zählen die Angabe Ihres vollständigen Namens, Ihre Anschrift und weitere Kontaktdaten wie E-Mail-Adresse und Telefon. Freiwillig können Sie Ihr Geburtsdatum, Ihren Geburtsort, Ihre Staatsangehörigkeit und Ihren Familienstand angeben. 

Die Nennung der Konfession spielt nur bei der Bewerbung bei christlichen Einrichtungen eine Rolle. Ob Sie die freiwilligen Angaben ergänzen sollten, hängt von Ihrer individuellen Situation und der Anforderungen des Unternehmens ab. Grundsätzlich raten wir dazu auch freiwillige Angaben zu nennen. Letztendlich haben Sie aufgrund des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG) jedoch die Möglichkeit, diese Angaben zu verweigern.

Die Darstellung Ihrer individuellen Expertise

Jede Branche verfügt über sogenannte Buzzwords, die obligatorisch sind. Da heutzutage viele Unternehmen spezielle Software zur Analyse eingehender Bewerbungen einsetzen, kann es sinnvoll sein, gewisse Erfahrungsfelder stichwortartig prominent aufzulisten. Sie geben Ihrem Ansprechpartner zudem einen übersichtlichen Einblick über Ihre Erfahrungsfelder, wenn Sie diese stichwortartig auflisten. Dies kann ein entscheidender Vorteil bei einer Bewerbung sein. Vor allem dann, da die meisten Ihrer Mitbewerber diese Möglichkeit nicht für sich nutzen.

Berufserfahrung

Als Fach- und Führungskraft beginnen Sie die chronologische Auflistung Ihrer beruflichen Stationen mit der aktuellen Position. In der linken Spalte nennen Sie den Zeitraum. Rechts listen Sie zunächst den offiziellen Namen des Unternehmens sowie den Standort auf. In der Zeile darunter nennen Sie die Bezeichnung Ihrer Position. Darunter folgen die wichtigsten Stichpunkte zu Ihrer Position wie Führung von Mitarbeitern oder Teams, Budgets, Verantwortungsbereiche etc. Beschränken Sie sich dabei auf die wesentlichen Punkte. Fassen Sie sich kurz! Mehr als zwölf Stichpunkte sollten Sie pro Position nicht auflisten. Schließen Sie darunter Ihre Erfolge an.

Der Bildungsweg

Die höchsten Abschlüsse werden zuerst genannt. Promotion, Masterabschluss, Bachelor sind hier die übliche Reihenfolge. Haben Sie eine Berufsausbildung absolviert, wird diese ebenfalls aufgelistet. Angaben zum Schulabschluss sind obsolet, sofern Sie studiert haben.  

Weiterbildungen & Seminare

Auf Ihrem Karriereweg nehmen Sie in der Regel jährlich an Fort- und Weiterbildungen teil. Verstecken Sie diese Kenntnisse nicht! Listen Sie diese unter dem Punkt „Weiterbildungen & Seminare“ auf. Beschränken Sie sich dabei auf den Zeitraum der letzten zehn Jahre, insbesondere dann, wenn Sie viele Weiterbildungen absolviert haben.

Weitere Qualifikationen, Kenntnisse und Fähigkeiten

Weitere Qualifikationen sind zumeist Sprachkenntnisse, Auslandsaufenthalte oder besondere Spezialkenntnisse. Auch die Angabe von Softwarekenntnissen ist hier wichtig. Insbesondere dann, wenn die Anwendung bestimmter Software vom Unternehmen in der Stellenausschreibung genannt wird.

Weitere wichtige Detailfragen

Vom Umgang mit Auslandserfahrungen (Auslandspraktika, Auslandssemester)

Haben Sie eine Zeit im Ausland gelebt und gearbeitet, können Sie dies unter dem Punkt „Auslandserfahrungen“ gesondert hervorheben. Dies empfiehlt sich vor allem dann, wenn eine Affinität zu einem bestimmten Land oder einer bestimmten Bevölkerungsgruppe vorausgesetzt wird. Auch ein Auslandssemester oder der Aufenthalt an einer Universität im Ausland zu Promotionszwecken könnte unter diesem Punkt aufgelistet werden. Auslandserfahrungen im Beruf werden regulär im Lebenslauf unter „Berufserfahrung“ genannt.

Die Unterschrift: Wo kommt sie hin?

Im deutschsprachigen Raum wird der tabellarische Lebenslauf mit Datums- und Ortsangabe sowie Unterschrift versehen. Diese Angaben werden am Ende des Lebenslaufes eingefügt.

Wie viele Seiten darf ein Lebenslauf haben?

Im Normalfall sollte der Lebenslauf nicht länger als zwei bis drei DIN-A4-Seiten umfassen. Gerade bei Führungskräften mit langjähriger Berufserfahrung können es ausnahmsweise auch bis zu fünf DIN-A4-Seiten sein. Es gilt jedoch die Regel: Weniger ist mehr. Versuchen Sie, sich auf das Wesentliche zu beschränken.

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